Schöllanger Burgkirche

Die Burgkirche St. Michael, ist die erste katholische Pfarrkirche des Ortes. Sie steht auf einem bewaldeten Höhenrücken südwestlich von Schöllang, der "Schöllanger Burg" und ist jetzt die Friedhofskapelle im schön gelegenen Schöllanger Bergfriedhof.

Die erste urkundliche Erwähnung der Kirche „uff dem Burgk“ stammt aus dem Jahr 1351. Die heutige Gestalt der Kirche dürfte auf den Anfang des 15. Jahrhunderts zurückgehen. Teile des Bauwerks sind aber noch älter. Bei der Umgestaltung wurden auf der Nord- und Westseite Teile des frühmittelalterlichen Vorgängerbaus einbezogen.

An Pfingsten 1579 wurden Dachstuhl und Turm sowie drei Glocken durch einen Blitzschlag zerstört, in den Jahren danach aber wieder aufgebaut. Ein neuer Umbau erfolgte 1708-1709. Seit 1804 ist sie nicht mehr die Pfarrkirche der Gemeinde Schöllang, sondern nur noch Friedhofskapelle. Die letzte Renovierung fand 1969-1985 statt.

Die Schöllanger Burg ist die letzte Ruhestätte von Pfarrer Johann Schiebel, dem Erschließer der Breitachklamm.

Heute ist sie ein beliebtes Ausflugsziel für eine kleine Wanderung oder kurzen Spaziergang. Ein schöner Wanderweg führt von Fischen über die Burg nach Rubi bis nach Obestdorf oder natürlich Schöllang. Auch vom Auwaldsee aus kann man über einen recht steilen Weg hinauf zur Burgkirche wandern und die wunderbare Aussicht nach Reichenbach, Schöllang, ins Illertal und in die Oberstdorfer Berge genießen.